Pflichten und Liebe

Wenn ich von heute in meine bisherigen Lebensjahre zurückblicke, sehe ich schöne, traurige und schwer erkennbare Zeiten.
Die Schule, war sie nicht eine schöne und gleichzeitig fürchterliche Zeit? Ständig die Schulbank drücken, leise und aufmerksam sein, langer Unterricht (auch am Samstags "Sonnabend"), Hausaufgaben machen, Klassenarbeiten schreiben, schlechte Noten von den Eltern unterschreiben lassen und das schlimmste, Prüfungen.
Aber es gab auch angenehme dinge, viele neue Freunde, der erste Kuss, die erste Liebe, Klassenfahrten und Ferien.
I.L. - mein großer Schwarm aus meiner Klasse. Mit acht oder neun Jahren? Später ein Mädchen aus der Parallelklasse K.Z. Mein bester Kumpel, K., meinte irgendwann das er sich mal um Sie kümmern müsste. Na ja, das tat er dann auch und für Sie war es wohl auch okay. 
Ich habe die Welt nicht mehr verstanden, ich habe Ihn gehasst.Auch nicht uninteressant war damals S.M. aus meiner Klasse. Allerdings hatte ich da nie den kleinsten Hoffnungsschimmer. Die Konkurenz war groß. Ich schrieb Ihr mal einen anonymen Brief, in dem ich Ihr meine Gefühle offenbarte. ·Diesen versteckte ich heimlich in Ihrer Federtasche. Ich erinnere mich noch an meine letzten geschriebenen Worte, die wahrscheinlich auch der Grund dafür waren, das Sie bis heute nicht weiß, wer diesen Brief geschrieben hat, Ey Love you. Heißt es nicht I Love you? Na ja ...
Dann war doch noch meine Nachbarin K. die mit Ihren Eltern irgendwann ins Haus zugezogen sind. Anfangs baten mich Ihre Eltern etwas auf Sie zu achten, sie mit in die Schule zu nehmen und sonste in wenig zu unterstützen damit Ihr der Einstieg für alles neue nicht so schwer fiel. Es gab da nur ein kleines Problem, sie war viel zu jung, aber wirklich sehr süß. Die Jahre vergingen und sie lernte wen kennen. Das war vielleicht ein komischer Vogel. Frage mich heute noch wie sie zu dem gekommen ist. Aber was soll ich sagen, wo die Liebe hinfällt...
Dann war doch noch M. aus unserem Haus. Große klappe, hübsch, aber was soll ich sagen, zu jung...

Freundschaften

Im Verlauf eines Leben, lernt man zig Leute kennen. Angenehme und unagnehme. Meistens jedoch immer wieder echt coole Jungs- und Mädels.
Eine Zeit, an die ich ich mich sehr gern zurückerinner, sind Mühlengrund Zeiten. Wir lernten dort Leute ohne Ende kennen. Dieses kennenlernen ergab sich durch Diskobesuche im "Luch", "Barta" oder "Zelt". Alles spielte sich im Bereich Hohenschönhausen/ Wartenberg ab. Man ist eigentlich aus der Wohnung raus und stand schon fast vor einer Diskothek. War diese Schei.... ging man einfach ein paar Strassen weiter und in die nächste rein. 
Das was zu "Ostzeiten" die Essensräume der Schulen waren, wurde zum Wochenende zu Diskotheken umfunktioniert.
Am Mühlengrund befand sich ein Jugendclub der ein Anlaufpunkt für all` denen war, die sich mit Freunden treffen wollten. Auch hier sei wieder gesagt "Der Osten war so schlecht nicht". Man hat einfach da gesessen, rumgealbert, gelabert und manchmal auch, irgendwie wichtig gemacht. Wie hießen Sie doch alle? Cathleen D., Anja H., Katrin W., Bianca, Manuela, Rödel, Stößi, Körment, Steffen... Dann gabs da einen den wir immer Idol nannten. Idol weil,- er ist total auf Billy Idol abgefahren. Es gab noch so viele andere, ich sehe Ihre Gesichter, erinner mich aber nicht mehr an Ihre Namen.
Als meine Eltern im Urlaub waren, holte ich die gesammte Sippschaft zu mir nach Hause und ließ mal ordentlich die Sau raus. Wir waren um die 15 Personen. Alle Zimmer unserer Vierraumwohnung waren eingenommen. Und ich meine alle! 
Ich erinnere mich noch an eine für meine Eltern besondere Flasche Wein die an diesem Abend zu Bruch gegangen ist. Ich weiss nicht mehr was ich Ihnen vorgelügt habe, aber sie haben nicht mit mit geschimpft. Liebe Mam`, Papa, wenn Ihr das liest verzeiht mir bitte.
Während diese "Mühlengrund Zeiten" kam ich auch mit einem wirklich lieben Mädchen zusammen. Sie war... unbeschreiblich...
Total hübsch, Vernünftig und hatte keinen Schei.. im Kopf. Sie hieß Carola. Ihr Bruder hat bei der Bahn gearbeitet. Durch Ihn bin ich an den ersten unverdünnten Alkohol gekommen. Bei Ihm fuhren Züge entlang dei mit reinem Alkohol/ Alkoholfässer (ich weiss es nicht mehr so genau) gefüllt waren. Er ließ sich hier und da mal was raus. Das zeug sah ziemlich verdreckt aus. Vor der ersten Einnahme musste es erstmal durch einen Kaffefilter gereinigt werden damit man es trinken konnte. Jedenfalls, mein erster Schluck war auch der letzte. Das Gelumpe war dermaßen scharf und brannte in meiner Gusche das ich das Gefühl hatte zu verbrennen.
Ich weiss nicht mehr den Grund warum sich Carola und ich trennten, aber auf jeden Fall war es nicht im Stress. Sie war `ne wirklich liebe Person. Mehr als knutchen war da aber nicht, verdammt... Wir haben uns ab und an noch gesehen und immer recht gut unterhalten. Plötzlich jedoch, war Funkstille. Das einzigste was ich noch weiss das Sie als Technische Zeichnerein gearbeitet hat.
Mühlengrund Zeiten waren sehr stark durch Alkohol geprägt. Ich kann mich gut an Abende erinnern, an denen ich mich eigentlich gar nicht mehr erinnern kann.
Während dieser Zeiten kam ich auch mit Michaela G. zusammen. Sie hat mich von diesem "Trip" mit dem Alk definitiv weggeholt. Es war jetzt nicht so das ich ohne nicht konnte, aber es war schon grenzwertig und gehörte einfach dazu. Michaela war für mich was ganz besonderes und meine damlas große Liebe. Wir haben sehr viel Zeit miteinander verbracht. Sie ist auch die einzigste, zu der ich noch heute Kontakt habe. Nicht im großen Rahmen, aber man hört einander.
Ich lernte sehr schnell Ihre Familie kennen und wurde sofort in Ihren Kreisen aufgenommen. Es war eine Herzlichkeit, als gehörte ich von Anfang an dazu. Zwei Jahre haben wir miteinander verbracht. Zwei Jahre die mich sehr geprägt habe. Hauptsächlich auch durch Ihren Vater Berthold.
Berthold saß im Rollstuhl. Durch Ihn habe ich gelernt, Menschen wie Ihn voll zu akzeptieren. Dazu aber etwas später mehr.